Hermann Kort 1941-2014

UNSER LEBEN WÄHRET 70 JAHRE ...

Noch nie veröffentlichte Ausschnitte seines Interviews aus unserem ARCHIV. Seine arme Kindheit, die kostbare Jugendzeit und die geheime Arbeit für die Untergrunddruckerei “Christianin“. Betont, ausdrucksstark und doch so bescheiden. Das war Hermann Kort. Er hat den guten Kampf gekämpft. Er hat den Lauf vollendet. Er hat Glauben gehalten.

 

Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.  Psalm 90,10  ( Leitvers seiner Biographie )

KURZE VORSCHAU

Produktinformation

  • Format: mp4 Video
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9
  • Herausgeber: Archiv zur Geschichte russlanddeutscher Christen e.V
  • Erscheinungstermin: Januar 2015
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 35 Minuten

Nachruf zum Tod von Bruder Hermann Kort

Im November 2014 hat der Herr seinen treuen Diener Bruder Hermann Kort heimgerufen.

Geboren wurde er Anfang September 1941 in einem Dorf in der Ukraine mitten im Treiben des 2. Weltkrieges. In seiner Kindheit blieb ihm nichts erspart: Krieg, Kollektivierung und Vertreibung.

1959 konnte er sich dem Ruf Gottes nicht mehr verschließen und nahm den Herr Jesus als seinen persönlichen Herrn an. Von diesem Zeitpunkt an waren ihm die Seelen der Mitmenschen nicht gleichgültig und er brannte für das Werk des Herrn.

Gott wollte ihn gebrauchen, und er durfte als sein Werkzeug in dem Dienst mit der Jugend stehen.

Die Not an Bibeln in den Gemeinden der Sowjetunion war sehr groß, und Bruder Hermann war willig, die Brüder im Dienst der Geheimdruckerei zu unterstützen. Viele Kilometer ist er noch nach seinem regulärem Arbeitstag gefahren, um Papier und andere Utensilien unter großen Gefahren zu besorgen.

1975 durfte er mit seiner Familie nach Deutschland auswandern. Aber auch hier ließ ihn die Not seiner Geschwister im Osten nicht los.

Es wurden Kontakte geknüpft und mit einigen anderen Brüdern gründete er das Missionswerk "Friedensstimme".

Dort war seine Aufgabe die geheime Zusammenarbeit zwischen Ost und West zu leiten. Viele Bibeln konnten geschmuggelt werden und Nachrichten über die Zustände in der Sowjetunion gelangten ins Ausland, wo sie veröffentlicht werden konnten.

Als Anfang der neunziger Jahre der Eiserne Vorhang fiel, konnte man die Gemeinden in einem noch viel größeren Maß mit Bibeln und Hilfsgütern unterstützen.

 

Unserem ARCHIV und den Aufgaben des ARCHIVs fühlte er sich verbunden und half uns mit seinem Wissen, seinen persönlichen Erlebnissen, mit Material aus der Zeit und manches Mal auch mit seinem väterlichem Rat.

Es ist gut zu wissen, das Bruder Hermann zu dem Herrn heimgegangen ist, dem er Zeit seines Lebens gedient hat!

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